Moneyline
Die Moneyline bezeichnet eine Wette auf den Sieger eines Sportereignisses ohne zusätzliches Point Spread oder Handicap. Der Begriff kommt besonders häufig bei US-Sportarten und amerikanischen Wettquoten vor.
Der Sieger zählt. Die genaue Abrechnung hängt trotzdem vom angebotenen Markt ab.
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Bei der Moneyline wird direkt auf den Sieger gesetzt
Eine Moneyline-Auswahl beantwortet grundsätzlich eine Frage: Welche Mannschaft oder welcher Teilnehmer gewinnt?
Im Gegensatz zur Handicap-Wette wird dem Ergebnis kein rechnerischer Vorsprung hinzugefügt. Ein Sieg mit 1 Punkt Unterschied zählt genauso als Sieg wie ein deutlicher Erfolg, sofern die Marktregeln nichts anderes festlegen.
Damit ähnelt die Moneyline strukturell einer klassischen Siegwette.
2-Wege und 3-Wege Moneyline dürfen nicht verwechselt werden
Bei Sportarten ohne reguläres Unentschieden besteht die Moneyline häufig aus 2 Seiten. Bei anderen Märkten kann eine dritte Remis-Auswahl existieren.
Das verändert die Abrechnung deutlich. Ein Zweiweg-Markt kann beispielsweise Verlängerung einschließen oder bei einem Gleichstand besondere Regeln verwenden. Ein Dreiweg-Markt führt das Unentschieden als eigene Auswahl.
Die Zahl der angebotenen Ausgänge gehört deshalb vor der Wettabgabe geprüft.
American Moneyline Odds nutzen Plus und Minus
Amerikanische Moneyline-Quoten sehen anders aus als Dezimalquoten. Ein positiver Wert zeigt den Gewinn bei 100 Einheiten Einsatz. Ein negativer Wert zeigt, wie viel eingesetzt werden muss, um 100 Einheiten Gewinn zu erzielen.
| Moneyline | Bedeutung |
|---|---|
| +120 | 100 Einsatz ergeben 120 Gewinn |
| -120 | 120 Einsatz ergeben 100 Gewinn |
Das ist reine Quotendarstellung. Die zugrunde liegende Wahrscheinlichkeit lässt sich anschließend auch in eine Dezimalquote umrechnen.
Für die Abrechnung zählt die genaue Spielzeit
Bei einer Moneyline kann entscheidend sein, ob nur die reguläre Spielzeit oder auch eine Verlängerung berücksichtigt wird. Zwei äußerlich ähnliche Märkte können dadurch unterschiedliche Gewinnbedingungen besitzen.
Ein Blick auf die Wettquote allein reicht deshalb nicht. Marktname und Settlement-Regel gehören zusammen.
Für deutschsprachige Wetter ist der wichtigste Punkt simpel: Moneyline bedeutet im Kern Siegerwette. Wie ein Gleichstand behandelt wird, bestimmt der konkrete Markt.