Kombiwette
Eine Kombiwette verbindet mehrere einzelne Tipps zu einer gemeinsamen Wette. Statt beispielsweise drei Spiele separat zu tippen, landen alle drei Auswahlen auf einem Wettschein. Die Quoten werden miteinander multipliziert und ergeben dadurch eine höhere Gesamtquote.
Der Haken daran: In einer klassischen Kombiwette müssen alle enthaltenen Tipps aufgehen. Scheitert nur eine Auswahl, ist in der Regel auch die gesamte Kombination verloren. Genau deshalb können Kombiwetten hohe Auszahlungen ermöglichen, tragen aber gleichzeitig ein deutlich höheres Risiko als eine einzelne Wette.
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Wie funktioniert eine Kombiwette?
Für eine Kombiwette werden mindestens zwei Wettmöglichkeiten miteinander verbunden. Das können Tipps aus verschiedenen Spielen sein, beispielsweise ein Bayern-Sieg, Over 2,5 Tore in einem anderen Spiel und ein Auswärtssieg in einer dritten Partie.
Aus diesen drei Einzelwetten entsteht ein gemeinsamer Wettschein. Abgerechnet wird die Kombination erst, wenn alle relevanten Ergebnisse feststehen.
Anders als bei drei separat abgegebenen Einzelwetten lassen sich die Ergebnisse also nicht voneinander trennen: Zwei richtige Tipps reichen nicht aus, wenn die dritte Auswahl verliert.
Mehrere Tipps werden zu einer gemeinsamen Wette zusammengefasst. Die höhere Gesamtquote entsteht dadurch, dass die einzelnen Quoten miteinander multipliziert werden.
Wie berechnet sich eine Kombiwette?
Bei Dezimalquoten ist die Berechnung unkompliziert:
Quote 1 × Quote 2 × Quote 3 = Gesamtquote
Die mögliche Auszahlung ergibt sich anschließend aus dem Einsatz multipliziert mit dieser Gesamtquote.
Beispiel: Kombiwette mit drei Tipps
Angenommen, auf einem Wettschein befinden sich folgende drei Auswahlen:
| Auswahl | Quote |
|---|---|
| Tipp A | 1,80 |
| Tipp B | 1,60 |
| Tipp C | 2,10 |
Multipliziert man die drei Quoten, ergibt sich:
1,80 × 1,60 × 2,10 = 6,048
Die Kombiwette besitzt damit eine Gesamtquote von rund 6,05. Bei einem Einsatz von 10 Euro wären ungefähr 60,48 Euro Gesamtauszahlung möglich.
Damit diese Auszahlung tatsächlich erreicht wird, müssen allerdings Tipp A, Tipp B und Tipp C erfolgreich sein.
Warum steigt die Quote so schnell?
Auf den ersten Blick wirken Kombinationen aus mehreren Favoriten oft attraktiv. Drei Einzelquoten von jeweils etwa 1,50 ergeben beispielsweise bereits eine Gesamtquote von 3,375.
Dabei wird leicht übersehen, dass nicht nur die Quoten, sondern auch die Wahrscheinlichkeiten miteinander verknüpft werden. Hat jede Auswahl für sich eine angenommene Trefferwahrscheinlichkeit von 70 Prozent, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass alle drei gleichzeitig eintreten, nur noch bei:
0,70 × 0,70 × 0,70 = 34,3 %
Eine Kombination aus mehreren vermeintlich sicheren Tipps ist deshalb nicht automatisch eine sichere Wette.
Welche Nachteile haben Kombiwetten?
Ein einziger Fehltipp reicht
Das offensichtlichste Risiko ist die Abhängigkeit von jeder Auswahl. Wer sieben Spiele kombiniert und sechs davon richtig tippt, erhält bei einer klassischen Kombiwette trotzdem keine Auszahlung, wenn der siebte Tipp verliert.
Mehr Tipps bedeuten nicht automatisch mehr Value
Eine hohe Gesamtquote wirkt attraktiv, sagt aber nichts darüber aus, ob die einzelnen Wetten gut bewertet sind. Ist bereits eine der enthaltenen Quoten mathematisch unvorteilhaft, wird diese Wette durch die Kombination mit anderen Tipps nicht besser.
Die Marge steckt in jeder Einzelquote
Wettanbieter kalkulieren ihre Marge bereits in die einzelnen Quoten ein. Bei einer Kombiwette werden mehrere dieser Preise miteinander multipliziert. Auch deshalb sollte eine Kombination nicht nur anhand ihrer möglichen Auszahlung beurteilt werden.
Eine Quote von 10,00 sieht attraktiver aus als 2,00. Ob die Wette gut oder schlecht ist, lässt sich daraus trotzdem nicht ableiten. Relevant bleibt das Verhältnis zwischen den einzelnen Quoten und den jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeiten.
Kombiwette oder Einzelwette?
| Einzelwette | Kombiwette |
|---|---|
| Eine Auswahl | Mindestens zwei Auswahlen |
| Eine Quote | Quoten werden multipliziert |
| Jede Wette wird separat abgerechnet | Die Tipps bilden eine gemeinsame Wette |
| Ein Ergebnis entscheidet | Jede Auswahl muss stimmen |
Häufige Fragen zur Kombiwette
Was ist eine Kombiwette?
Bei einer Kombiwette werden mehrere Tipps auf einem Wettschein miteinander verbunden. Die Quoten werden multipliziert, dafür müssen grundsätzlich alle Auswahlen richtig sein.
Was passiert bei einem falschen Tipp?
Wird eine Auswahl als verloren gewertet, verliert bei einer klassischen Kombiwette auch der gesamte Wettschein.
Was unterscheidet Kombiwette und Systemwette?
Bei einer Systemwette entstehen aus mehreren Tipps verschiedene kleinere Kombinationen. Dadurch können – abhängig vom gewählten System – auch einzelne Fehltipps aufgefangen werden.
Fazit zur Kombiwette
Kombiwetten sind leicht verständlich: Mehrere Tipps werden verbunden, die Quoten multipliziert und daraus entsteht eine meist deutlich höhere Gesamtquote.
Gerade diese hohe Quote kann jedoch täuschen. Mit jeder zusätzlichen Auswahl muss ein weiteres Ergebnis stimmen. Wer Kombiwetten beurteilen möchte, sollte deshalb weniger auf die spektakuläre Gesamtauszahlung und stärker auf die Qualität der einzelnen Tipps achten.